Kredite bei Banken teuer

Die Bankinstitute werden ihre Zinsen für Kredite wohl trotz der erneuten Leitzinssenkung nicht in absehbarer Zeit senken. Daher bleibt die Online-Alternative attraktiv.

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf den historischen Tiefstand von 1,0 Prozent gesenkt. Dies wird allerdings keine größeren Auswirkungen auf das Kreditzinsniveau der deutschen Banken haben, wie der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz, in der “Bild”-Zeitung erklärt. Dies liege daran, dass nur ein Bruchteil der Geldversorgung der Banken über die Notenbanken laufe. Schmitz wies außerdem die Kritik an der Zinspolitik der Banken zurück und erklärte, die Institute müssten “bei der Kreditvergabe einen angemessenen Preis für das Risiko” mit einrechnen. Dahingehend seien die Kredite bisher sogar eher zu günstig gewesen. Schmitz sprach sich darüber hinaus für die Schaffung einer “Bad Bank” aus, die die faulen Wertpapiere der Banken bündeln soll. Zwar bestehe bisher keine Kreditklemme, aber die von den Problempapieren ausgehende Gefahr für die Kreditvergabe müsste auch in Zukunft abgewendet werden.

Der Trend geht ins Netz

Trotz der noch gut laufenden Kreditvergabe stehen, den Aussagen Schmitz’ nach zu urteilen, also keine Zinssenkungen bei der Kreditvergabe deutscher Banken an. Daher ist der Weg ins Internet für viele Kunden, dessen Zahlungskraft und Bonität nicht den harten Krisenansprüchen der Banken gerecht wird, immer mehr eine lohnende Alternative. Die vielen Kreditanbieter im Netz stellen vergleichsweise leicht und günstig aufzunehmende Kredite zur Verfügung, die auch immer stärker und frequentierter genutzt werden. Gerade angesichts der konditionstechnisch negativen Prognosen des Bankenverbandes und anderer Experten erscheint dieser Trend auch durchaus sinnvoll – auch wenn im Netz eine stärkere finanzielle Selbstkontrolle vonnöten ist, um nicht in eine private Finanzkrise zu rutschen.

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