Crowdfunding in der Filmbranche

0

gepostet am : 14-02-2012 | von : admin | in : Allgemein

Heute verlassen wir mal die gewohnten Sphären der Privatkredite und schauen uns an, wie junge Kreative ihre Projekte durch freiwillig gestellte Fördermittel potenzieller Zuschauer finanzieren. Durch das Internet ergeben sich für Filmschaffende ganz neue Möglichkeiten. Schafft man es, ein Projekt über das Web bekannt zu machen und andere Menschen dafür zu begeistern, passieren oft kleine Wunder.

Das Geld ist zweitrangig

Es gibt Projekte, die besonders interessant sind. Wenn aber das Geld fehlt und sich keine Investoren finden lassen, weil beispielsweise das Konzept nicht in das Portfolio eines Studios passt, nützen Innovationen und gute Ideen herzlich wenig. Ein gutes Beispiel ist der Film „Iron Sky“, der bereits vor einigen Jahren für Furore sorgte. Die unkonventionelle Idee hinter dem Projekt brachte Schauspieler wie Udo Kier dazu, nur eine kleine Gage zu verlangen oder sogar ganz darauf zu verzichten, um das Projekt voranzutreiben. Als der Internetgemeinde dann vor zwei Jahren ein erster Teaser zusammen mit den Produktionsinfos präsentiert wurde, zeigten sich die Filmfans von ihrer spendablen Seite. Das Projekt konnte realisiert werden und gilt im Programm der Berlinale als einer der gefragtesten Filme. Der finnische Regisseur Timo Vuorensola hat den Film mit rund 7,5 Millionen Euro realisiert und eine halbe Million Euro soll allein durch Crowdfunding in die Kassen gespült worden sein. Weiteres Geld soll durch den Verkauf von Werbeartikeln hinzugekommen sein. Überdies verließ sich der Film auch bezüglich der Vermarktung auf die treue Netzgemeinde. Hier haben wir also ein Beispiel für einen Film, der ohne das Internet vermutlich nie zustande gekommen wäre. Auch die Kunstfigur „The Angry Video Game Nerd“ zehrt von seiner Internet-Fanbase. Um einen Indie-Kinofilm zu diesem beliebten Web-Charakter zu produzierten, fehlten dem geistigen Schöpfer der Serie, James Rolfe, noch etwa 75.000 Dollar. Er bat seine Fans um Hilfe und versprach, dass alle Spender ein exklusives Video zugeschickt bekämen. Fans auf der ganzen Welt spendeten daraufhin unglaubliche 300.000 Dollar, mit denen die Produktion nun gestartet werden konnte. Künstler, die noch nicht derart bekannt sind oder Kreative, deren Konzeptideen nicht den Geschmack der breiten Masse treffen, müssen natürlich auf andere Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Infos zu Onlinekrediten finden unsere Leser auf: https://www.onlinekredit.de/

Was heute wirklich zählt

Die jetzige Dekade ist wesentlich weniger materialistisch als es beispielsweise die 80er waren. Nach der Bankenkrise fand ohnehin eine Art Rückbesinnung statt und einem Großteil der Menschheit ist Geld zwar wichtig, doch die meisten von ihnen legen ihren Fokus nicht mehr nur auf die sinnlose Mehrung des Eigenkapitals. Und um noch einmal auf das Thema Film zurückzukommen: Der neue Brad-Pitt-Streifen Moneyball beschäftigt sich mit ebenjenem Thema. Statt das höchste Managergehalt in der Geschichte des Sports anzunehmen, verfolgt der Protagonist des Films weiter seinen Traum – wissend, dass er vermutlich nur scheitern kann.